Der horizontale Raumabschluss als architektonische Setzung

Beginn 21.10.2025
Betreuung Bernhard Ax, Dr. Simon Banakar, Susanna Bier & Roman Weingardt

Projektbeschreibung

In einer Zeit zunehmend komplexer Planungsprozesse und vielfältiger Anforderungen gewinnt die klare, raumbildende Idee als architektonische Setzung an Relevanz.

Der Entwurf „Alles unter einem Dach" sucht nach Strategien der Reduktion und Präzision: Ein einfaches, starkes architektonisches Element - das Dach bzw. die Decke - wird zum zentralen Motiv des Projekts. Der horizontale Raumabschluss dient dabei nicht nur als funktionales Bauteil, sondern auch als typologische Setzung, die Orientierung stiftet, Struktur verleiht und räumliche Qualität erzeugt. Die Leitidee lautet: minimale Eingriffe mit maximaler Wirkung.

Der Raum unter dem Dach - bzw. der Decke - bleibt bewusst offen, flexibel und nutzungsneutral. So entsteht eine Projektionsfläche für unterschiedlichste Programme und zukünftige Nutzungsszenarien.

Diese Offenheit steht in einem produktiven Spannungsverhältnis zur klaren räumlichen Ordnung und erfordert eine Auseinandersetzung mit Struktur, Tragwerk und Raumwirkung.

Besondere Bedeutung kommt dabei dem Begriff der Affordanz zu - dem Aufforderungscharakter von Räumen. Gesucht werden räumliche Konstellationen, die Handlungen nahelegen, ohne sie festzuschreiben. Nutzungen sollen sich aus dem Raum heraus entwickeln, nicht vordefiniert sein. Der Entwurf fragt also: Welche Räume regen an, statt vorzuschreiben? Wie kann Architektur ermöglichen, ohne zu determinieren?

In einer Zeit zunehmend komplexer Planungsprozesse und vielfältiger Anforderungen gewinnt die klare, raumbildende Idee als architektonische Setzung an Relevanz. Der Entwurf„Alles unter einem Dach“sucht nach Strategien der Reduktion und Präzision: Ein einfaches, starkes architektonisches Element – das Dach bzw. die Decke – wird zum zentralen Motiv des Projekts. Der horizontale Raumabschluss dient dabei nicht nur als funktionales Bauteil, sondern auch als typologische Setzung, die Orientierung stiftet, Struktur verleiht und räumliche Qualität erzeugt. Die Leitidee lautet:minimale Eingriffe mit maximaler Wirkung. 

Der Raum unter dem Dach – bzw. der Decke – bleibt bewusst offen, flexibel und nutzungsneutral. So entsteht eine Projektionsfläche für unterschiedlichste Programme und zukünftige Nutzungsszenarien. Diese Offenheit steht in einem produktiven Spannungsverhältnis zur klaren räumlichen Ordnung und erfordert eine Auseinandersetzung mit Struktur, Tragwerk und Raumwirkung. 

Besondere Bedeutung kommt dabei dem Begriff derAffordanzzu – dem Aufforderungscharakter von Räumen. Gesucht werden räumliche Konstellationen, die Handlungen nahelegen, ohne sie festzuschreiben. Nutzungen sollen sich aus dem Raum heraus entwickeln, nicht vordefiniert sein. Der Entwurf fragt also: Welche Räume regen an, statt vorzuschreiben? Wie kann Architektur ermöglichen, ohne zu determinieren? 

Im Entwurfsprozess werden zunächst – losgelöst von einer konkreten Verortung – räumliche Thesen für das Dach als Haus untersucht und formuliert. Im nächsten Schritt wird die typologische Setzung in einen spezifischen Stadtraum übertragen. Ort des Entwurfs ist der Viktualienmarkt im Zentrum der Münchner Innenstadt. Für die in die Jahre gekommenen Marktstände besteht seit Langem konkreter Sanierungsbedarf. Im Kontext der vorhandenen Marktstruktur soll ein offener, wandelbarer Neubau entworfen werden, der unterschiedliche Lesarten und Nutzungen zulässt und zugleich die Aufrechterhaltung des Marktbetriebs während der Sanierungsmaßnahmen ermöglicht. Ziel ist es,„atmosphärische Möglichkeitsräume“zu schaffen, die nutzungsoffen, aber dennoch spezifisch sind, indem sie einen eigenständigen räumlichen Ausdruck und Charakter entfalten. 

Die Aufgabe wird begleitend mit der Beratung von Prof. Dr-.Ing. Harald Kloft (ITE) durchgeführt. 

* Die Bearbeitung der Aufgabenstellung erfolgt in Partnerarbeit. 
** Der Vertiefer MVE Modellfotografie ist an diesen Entwurf gekoppelt.