Flussbad

Beginn 13.04.2017
Betreuung Prof. Volker Staab, Bernhard Ax, Chris Jensen & Christian Thomann
Ort IAD

Projektbeschreibung

Das Fluss-Baden hat eine lange Tradition. Die Flüsse dienten nicht nur als Trinkwasserquelle, sondern auch der Hygiene und dem Vergnügen. Im 17. JH geriet das Flusswasser als Krankheits- und Seuchenherd in Verruf. Die Kirche deklarierte das Baden zudem als Sünde. Mit der Aufklärung änderte sich diese Sichtweise. Anfang des 20. JH erreichte die Flussbadekultur ihren Höhepunkt mit einer Vielzahl an Badeanstalten. Jedoch verschlechterte sich die Wasserqualität der Flüsse durch Bevölkerungswachstum und Industrialisierung enorm. Sie wurden nun rein praktisch als Entsorgungsmedium oder Transportweg genutzt. Bäder schlossen und die Tradition des Flussbadens verschwand. Flüsse gerieten aus dem Blick und dem Bewusstsein.

Erstmals seit 40 Jahren wird die Ruhr in diesem Sommer wieder zum Baden freigegeben werden. Die Schadstoffbelastung ist aufgrund von Maßnahmen des Umweltschutzes zurückgegangen. Essen wird die erste Großstadt Deutschlands sein, die eine rechtskonforme Badestelle in einem Fluss umsetzen kann.

Aus diesem Anlass wollen wir ein neues, zeitgemäßes Flussbad entwerfen. Drei potentielle Standorte entlang der Ruhr stehen zur Wahl. Die räumliche und inhaltliche Beziehung zum Wasser steht im Vordergrund der Arbeit, die Auseinandersetzung mit dem Außenraum ist integrativer Bestandteil. Das Programm sieht ein Bad mit eingehausten Wasserflächen und unter freiem Himmel vor, die Grenze zwischen Innen und Außen sowie die Lage in oder an der Ruhr sind jedoch nicht explizit, sondern konzeptabhängig. Die Wasserflächen und zugehörigen Funktionsbereiche werden mit thematischen Nebennutzungen kombiniert: Spaß, Sport, Kontemplation – jeder Entwerfer setzt seinen eigenen Schwerpunkt.

Einführung: Do. 13.04.2017, 12:00 Uhr

Exkursion nach Essen: 21./22.04.2017

Anmeldung beim Prüfungsamt vom 03.04. bis 06.04.2017 (16 Uhr)

Abgabetermin: 03.08.2017